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Kaminabend

Zwischen Selbstständigkeit und Familie

Ganz explizit meine ich hier nicht die klassische Muttervaterkind-Kombi. Mir geht es darum eine ausgewogene Balance zu finden zwischen der Selbstständigkeit und den Menschen, die mir wichtig sind. Wie schaffe ich es, meine Energien so zu verteilen, dass ich zufrieden bin? Wie bringe ich gleichzeitig mein Business voran, gegebenenfalls auch noch in der Zeit, in der meine Kund:innen Zeit für mich haben, und habe gleichzeitig genug Quality-Time mit meinen Liebsten? Und wie schaffe ich es dabei, auch noch eine Selbstfürsorge zu betreiben, die es mir erlaubt, das so auch in 10 Jahren noch gesund leben zu können?

Fragen über Fragen, die wir wie immer in gemütlicher Runde anhand der aktuell vorhandenen Lebens-Situationen besprochen haben. Klar ist, jede/r hat eine andere Idee davon, was gesund und nötig ist. Und die Arbeit für die Selbstständigkeit hat oft einen ganz anderen Stellenwert als die im Angestelltenverhältnis. Gegebenenfalls brauchen wir davon ja gar keinen Ausgleich. Gleichzeitig birgt das das große Risiko, dass wir viel zu viel arbeiten und dabei nicht merken, dass die Verbindung zu unseren Liebsten abreist.

Wie immer scheint das A und O eine gute, lockere, flexible und umsichtige Planung zu sein gepaart mit regelmäßigen Phasen der Reflexion. Immer wieder sollten wir überprüfen, ob wir die Prioritäten richtig gesetzt und das große Ganze im Blick haben. Und natürlich uns selbst mit unseren Bedürfnissen und Eigenschaften gut kennen. Denn die eine braucht mehr Ruhe, der andere mehr Abenteuer und wieder eine Andere braucht ganz viel Struktur, um das alles gut, ausgeglichen und gelassen handeln zu könnten. Der Eine tendiert dazu sich zu übernehmen, die Andere vermeidet zu sehr das Unangenehme. Hier hilft wirklich ein Blick in die Details. Und ganz wichtig ist eben beim Planen und Berücksichtigen auch der Ausgleich. Was brauche ich, um funktionieren zu können und dabei auch noch fröhlich zu sein?

Stress mache ich mir selbst

Das ist eine der wichtigsten Botschaften, wenn es um innere Balance geht. Oft wird Stress mit zu viel zu tun oder zu viel Druck von oben verwechselt. Letztendlich ist es aber immer meine Entscheidung, wie ich mit einem Konflikt (z.B. zu wenig Zeit für zu viele Aufgaben) umgehe. Je weniger Zeit ich habe, desto häufiger sollte ich mir dabei Zeit zum Atmen und Priorisieren nehmen. Für Eile fehlt mir die Zeit sagten vor Horst Evers schon viele schlaue Leute. Und da ist einfach unfassbar viel Wahres dran.

Hilfreiche Faktoren

Für Alle, die Probleme haben, Alles gut und mit Freude unter einen Hut zu bekommen, gibt es einige Tipps, die beachtet werden sollten.

  • Räumliche Trennung: Tendiere ich zum Workaholic oder Vermeiden, kann ein getrenntes Büro mit Tür und offiziellen Arbeitszeiten hilfreich sein.
  • Finanzielle Unabhängigkeit: Natürlich befinden sich die meisten nicht in der Luxuslage, Geld für drei Jahre ohne Einkommen im Rücken zu haben. Aber es arbeitet sich deutlich entspannter, wenn nicht jeder Tag, den ich später genug Einnahmen generiere auch noch Extrazinsen kostet, weil ich mir das Geld von der Bank geliehen habe, weil ich meinen Sicherheitspuffer nicht anrühren oder meinen Lebensstandart nicht anpassen will.
  • Angepasste Erwartungen: innerlicher Druck wirkt sich ungünstig auf Kreativität und Klarheit aus. Mache ich mir direkt am Anfang klar, wie lang es vermutlich dauert, bis ich starte, ordne ich meine Wünsche der Realität unter, kann ich wesentlich entspannter mit Rückschlägen und Verzögerungen umgehen.
  • Gut planen: Ausgleich, Erholung und Sport sollte direkt mit eingeplant werden. Mit genug Puffer und Offenheit schafft dann auch ein straffer Terminplan genug Gelassenheit.
  • Bewusst arbeiten: Viele Selbstständige haben diese Entscheidung getroffen, um sinnhaft und mit Freude zu arbeiten. Es ist hilfreich, sich immer wieder klar zu machen, wofür man es tut und sein Ziel immer klar vor Augen zu haben. Denn meist geht es nicht um das große Geld oder den Riesenerfolg sondern schlussendlich um Zufriedenheit und die kann nur wahrgenommen werden, wenn ich auch mal da hin spüre.

Fazit

Die richtige Balance zu finden, ist ein Lernprozess für den es viele Tipps gibt, über die es sich lohnt zu reden und immer wieder hin zu schauen. Und das haben wir sehr gemütlich getan und zumindest für mich war das ganze sehr hilfreich. Herzlichen Dank an alle, die da waren. Ich freue mich auf den nächsten Kamin und wünsche euch nun einen schönen und vor allem entspannten Sommer voller schöner Momente mit wertvollen Menschen.

 

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Kaminabend

Entscheidungen und ihre neue Wertigkeit

Boah, Entscheidungen! Großes Thema, altes Thema, oft schwieriges Thema. Privat habe ich dazu schon seit einer Weile meinen Frieden mit gemacht. Ich habe endlich Zugang dazu gefunden, dass es keine richtigen oder falschen Entscheidungen gibt, nur gute oder schlechte Entscheidungsprozesse. Ich habe meinen Frieden damit gemacht, dass ich rückwirkend manchmal wünschte, es anders gemacht zu haben, obwohl ich die echte Alternative ja gar nicht kenne. Ich habe meine eigenen Tools gefunden und gelernt zu erkennen, woran ich ein echtes Ja oder Nein erkenne. Aber gilt all das auch, wenn es um mein Business geht? Schließlich hängt hier meine Existenz davon ab, im Zweifel auch meine Familie. Sind wir selbst für unser Business verantwortlich und müssen alle finanziellen Konsequenzen allein tragen, haben Entscheidungen plötzlich einen ganz anderen Stellenwert. Wir haben darüber gesprochen, welche Tools auch im Business greifen und was alles dran hängen und im Hintergrund dabei aktiv sein kann.

Fazit ist meiner Meinung nach wie so oft Folgendes: Gefühle wie Ängste und Zweifel können ein wichtiger Hinweis bei der Spurensuche sein auf das, was wir wollen und brauchen. Gleichzeitig wäre es schön, die Gefühle so klar wahrnehmen zu können, dass uns keines dominiert oder hemmt.

Und ganz oft hindert uns daran, dass neben der aktuellen Situation eben ein ganzes Leben voller ähnlicher Entscheidungen liegt, die von uns bewertet wurden als gute oder schlechte, ganz unabhängig davon, was eigentlich passiert ist. Wenn wir diesen Blick verändern könnten und sähen, dass wir in jedem Moment die beste Entscheidung treffen, die uns genau in dieser Minute mit genau den zu dem Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Mitteln, Fakten und inneren Ressourcen möglich ist, wenn wir Verständnis hätten für jede Entscheidung und sie los ließen, könnten wir uns vielleicht freier und offener der aktuellen Fragestellung widmen. Und egal ob das Outcome dann anders wird, das bringt schon mal einen ganzen Haufen Leichtigkeit und Entspannung ins Leben. Und das ist bei jeder wichtigen Entscheidung wie ich finde sehr hilfreich. Auch im Business.

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Marketing – vom HowTo zum Meins

Marketing ist ein vielfältiges Thema und hängt sehr davon ab, was wir bewerben wollen. Wir haben verschiedene Marketing-Tools zusammengetragen und darüber geredet, welche unterschiedlichen Ansätze es gibt. Eine Patentlösung gibt es ist. Am Ende ist oft unklar, was gut funktioniert. Klar ist jedenfalls, je höher die Kosten für die Kund:innen, desto größer ist das nötige Maße an Vertrauen. Soll heißen, je teurer ich bin, desto häufiger müssen die, die mich bezahlen, vorher über mich gestolpert sein oder von vertrauter Stelle eine Empfehlung erhalten haben. Auch ist die individuell richtige Mischung an Kompetenz/Seriosität und Einfallsreichtum von entscheidender Bedeutung. Letztendlich entscheidet trial and error, was den größten Boost bringt. Nur eins ist absolut klar: je mehr desto besser. Also redet über Euch ohne aufdringlich zu sein. Und zwar überall 🙂

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Selbstorganisation

Wie immer habe den Fokus darauf gelegt, was genau Gründer:innen diesbezüglich eigentlich brauchen. Was ist Selbstorganisation und welche Fragen sollte sich jede/r stellen, um für sich die beste Lösung zu finden? Es wurden Fragen beantwortet, was der Unterschied zwischen einer Wochen/Tagesstruktur und einem -plan ist und was ich will und brauche, welche Tools oder Erfahrungen es dazu gibt. Wir haben besprochen, welche Tools welchen Effekt haben können und sollten und warum es für Gründer:innen so wichtig ist, das zu wissen.

Selbstorganisation ist grade auch mein großes Thema, daher hatte ich diesmal eine Präsentation zusammengestellt. Schreibt mich bei Interesse gern an, dann schicke ich sie für den Privatgebrauch als PDF. Ansonsten finden Ihr unten eine kurze Zusammenfassung und freue mich wie immer über Fragen und Anmerkungen.

Zusammenfassung

Generell

  • Lernt euch kennen
  • Akzeptiert eure unterschiedlichen Bedürfnisse und Rollen (Ruhe UND Effizienz, Antreiber:in UND KopfindenSandstecker:in, Motivation UND Motzen)
  • Ordnung/Struktur im Außen sortiert uns im Innen: „diffuses Unbehagen vermeiden“
  • Ihr braucht ein System, das INDIVIDUELL und FLEXIBEL ist Bedürfnisorientiert!
  • Balance zwischen 1. System ernst nehmen und 2. auf mich anpassen
  • Zwanglos! Freude nicht vergessen

Werdet Euch klar über Eure Ziele

  • Persönliche Ziele: zB Spaß, Effizienz, Ordnung, Gelassenheit, Freiheit… => beeinflusst Arbeitszeit/-methode /Tages- /Wochenstruktur
  • Berufliche Ziele: viel Geld, viel Kunden, viele Seminare… => beeinflusst die Priorisierung
  • Milestones: wichtige Veranstaltung oder besonderes Ereignis => beeinflusst die Planung

Für mich ist eine flexible ToDoListe und ein mit positiven Erlebnissen gespickter Jahresplan ein Minimum. Ich nutze außerdem ein BuJo mit Trackern, Kalender, Erinnerungen und Listen.

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Kaminabend

Mut braucht jede Reise

Ich habe mich total gefreut, dass ich gestern trotz Valentinstag Mitstreiter für einen richtig gemütlichen und diskussionsfreudigen Abend hatte. Vielen Dank an alle, die da waren!
In Vorbereitung auf das kommende Gespräch mit Katrin Röntgen am 28.2. hatte ich für den gestrigen Kamin das Thema Mut vorbereitet. Wir haben erst sehr lange darüber gesprochen, was Mut überhaupt ist und dass er viele Aspekte hat und für jeden etwas anderes bedeutet. Dann haben wir uns mit der Frage beschäftigt, wie wir unseren Mut erhöhen können und ich hatte den Eindruck, dass da jeder seine eigene Strategie hat. Abschließend würde ich sagen, dass Mut bei alles Gründungen eine große Rolle spielt, zusammen mit Geld sogar als die zwei wichtigsten Faktoren gesehen wird, dass es aber erstaunlich wenig Texte in dieser Richtung gibt, wenn gleichzeitig das Thema Gründen eine Rolle spielen soll. Die Literatur beschäftigt sich eher mit dem Ausräumen von Zweifeln, was ich ein bißchen schade finde. Vielleicht schreibe ich ja mal was dazu und packe es auf meine Seite… Anregungen sind gern genommen.

Unternehmerisch geprägte Definition von Mut:

„Mut ist die grundsätzliche Bereitschaft in den entscheidenden Situationen etwas zu tun, von dem man überzeugt ist, ungeachtet dessen, dass die Handlung auch negative Folgen haben könnte.“

Tipps:

  • Denke in Chancen, nicht in Risiken
  • Besinne Dich auf Dich, Deine Werte und Deine (unternehmerischen) Ziele. Dazu musst Du beides kennen!
  • Konzentriere ich darauf, bewußt etwas zu tun, das für Dich Sinn macht
  • Schau nicht auf das Ergebnis sondern auf den Prozess und was Du davon hast
  • done is better than perfekt: ohne Handeln gibt es keine (positiven) Erfahrungen, die ich für zukünftigen Mut gut gebrauchen kann
  • Mutige Handlungen verschönern mein Leben, weil sie aufregend und besonders sind
  • je mutiger meine Handlung ist, desto größer ist meine emotionale Belohnung bei Erfolg, also auch hier zum Guten schauen, nicht vor dem Schlechten flüchten
  • Mut ist das Überwinden von Angst oder Zweifel, beides sollte aber trotzdem da sein und wohlwollend gehört werden, um einen guten Entscheidungsprozess zu haben. Ein guter Entscheidungsprozess lässt mich eventuelle negative Konsequenzen besser aushalten.

Links (diesmal wenig themenspezifisch)

  • Gruenderfreunde.de: viele freie Inhalte inkl. Podcasts, Nr. 6: „nur Mut, Gründer: die besten tricks um den inneren Kritiker zu stoppen“, geht eher um Selbstzweifel
  • Kompetenzzentrumhandel.de: Zielgruppe Mittelstand, gefördert
  • Starting-up.de: viel freie Infos für Newstarter, aber auch eine Zeitschrift
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Umgang mit Zweifeln

Schön war es. Unsere Runde war abwechslungsreich und spannend, informativ und hilfreich und ich möchte allen danken, die dabei waren und den Abend so wunderbar mitgestaltet haben.

Beim genaueren Hinsehen fällt die allgemein eher negative Konnotation weg und mit der richtigen Betrachtung kann der Zweifel durchaus hilfreich sein. Gehe ich weg vom Zweifel als ausschlaggebenden Entscheidungsgrund und sehe eher die einzelnen Entscheidungsfaktoren, die er mir aufzeigen will, nähere ich mich wichtigen Entscheidungen ganz anders. Und dann kann ich meinen Fokus darauf legen, dass ich einen guten Prozess im Entscheiden haben will anstatt der vermeintlich richtigen Entscheidung hinterher zu laufen. Wenn sich die Entscheidung gut anfühlt, frei und besonnen, liebevoll und meine Gefühle mit einschließend, dann kann ich den Weg leichter gehen, vollen Herzens und mit Freude und auch meinen Frieden damit machen, sollte der Weg etwas holprig sein. Und dann kann ich nicht oft genug sagen: wie der Weg gewesen wäre, hätte ich mich anders entschieden, kann ja niemand sagen.

Zusätzlich wurde klar, dass es auch den eher nagenden, den Gründer bremsenden Selbstzweifel gibt. Diesen kann ich auch bei genauer Betrachtung nicht als hilfreich annehmen und sehe, sollten diese vorhanden sein, durchaus eine intensivere Beschäftigung mit einem Coach oder Therapeuten als angebracht.

Nach einer kurzen Pause haben wir das Gespräch für allgemeine Themen geöffnet und es wurden gründungsrelevante Fragen wie Businessplan schreiben oder covidbedingte Formatumstellung einer erfahrenen Coach diskutiert. Weil ich den schönen Rückmeldungen gern glauben schenke, möchte ich noch erwähnen, dass auch das die Teilnehmenden einen großen Schritt weitergebracht hat. Auch hier hat die Gruppe davon profitiert, dass immer irgendwer sich mit irgendwas gut auskennt und die Stimmung war äußert supportive und Mut machend.

Learnings

  • Zweifel sind hilfreich, wenn die Frage und Bedürfnisse dahinter genau betrachtet werden
  • SELBSTzweifel dürfen (unabhängig vom Gründungsprozess) genauer betrachtet und hinterfragt werden (falsche Glaubenssätze?), sollten aber hier keine Rolle spielen
  • Zweifel entstehen bei Unsicherheit, dagegen kannst Du im Rahmen einer Gründung…
  • checken ob das Aufgabenprofil zu Deiner Freude und Deinen Potentialen passt
  • Dich gut über die Aufgaben und das Drumherum informieren und Dich realistisch drauf vorbereiten
  • Erfolgszweifel: mach Dich unabhängig vom Ergebnis – zu viel, das du nicht beeinflussen kannst, genieß das Setting und den Weg
  • Selbstständigenzweifel (Krankheit und co): bereite Plan B vor
  • Tipps:
  • Du bist ein starker Zweifler? Vermeide Zeit dafür, pack Dir den Kalender mit Mutmachern voll
  • Annehmen, Zweifel sind normal und hilfreich
  • Sachen, die Angst machen zuerst erledigen
  • Kreative Ideen resultieren in Mehrfachaktionen, bleib dran
  • Lust am Handeln wahrnehmen
  • Zweifel wird gestoppt durch feste Entscheidungen mit Herz mit Zeitpunkten zur neuen Prüfung

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Gründen mit Covid

Ich bin sehr zufrieden mit unserem ersten Treffen. Es gab fruchtbare Gespräche, spannende Fragen und Gründungskonzepte und genau die schöne und freie Atmosphäre, die ich mir gewünscht hatte. Alle Fragen durften sein und ab und an war es auch nett, sich mal Luft zu machen über die Pandemie oder den Umgang damit :). Ganz lieben Dank an alle,  die dabei waren!

Unser Gesprächsthema war ja „Gründen mit Covid – zusätzliche Herausforderung oder ungeahnte Chance?“. Und ich muss sagen, dass sich eigentlich bestätigt hat, was ich vermutete. In vielen Fällen sind Gründende aufgrund ihres offenen und flexiblen Mindsets sehr wohl in der Lage, mit der Pandemie zu gründen und in einigen Fällen ist es sogar positiv und erst durch Covid so früh und schnell möglich. Ein Beispiel, das definitiv von Covid profitiert, obwohl es vorher entstand, sind die 360° Filme von Robin Gaede. Denn wer nicht reisen kann oder wem Museen zu voll sind, kann diese Eindrücke dann einfach und unkompliziert von zu Hause genießen. Als angehender Life Coach profitiere auch ich davon, dass ich das meiste online machen kann, also keine Fahrtkosten, Fahrtzeit oder Raummiete und deutschlandweite Kundenaquise.

Es wurden außerdem, genau wie ich mir das gewünscht habe, immer wieder ganz alltagsbezogene Fragen gestellt. Und beantwortet! Denn irgendwer weiß immer was zum eigenen Thema beizutragen. Der Eine kennt einen guten Steuerberater, die andere weiß, wie man eine Basic-Homepage zusammenschustert, bevor das Startkapital für die professionelle da ist. Wir waren uns einig, dass grade in Zeiten von Kontaktsperre und Co Gründer eine Heimat und Anlaufstelle brauchen, um weiter zu kommen, um den Mut zu fassen, sich auch in diesen unruhigen Zeiten einen aus Angestelltensicht unsicheren Schritt zu trauen. Das Konzept moderierte Kamingespräche, ganz ohne Fachmann und Gründercoach, geht meiner Meinung nach voll auf und macht mir viel Spaß. Was nicht heißt, dass ich mich nicht auf den nächsten Termin bei meiner Fachunterstützung freue oder dass ich nicht mal sehr erfahrene Selbstständige zu einem Talk einlade. Mehr Input, Austausch, Ideenkonkretisierung kann nie schaden, finde ich.

Fazit und Learnings:

  • Gründen mit einer Pandemie kann ebenso viele Vor- und Nachteile haben wie ohne. Es funktioniert in vielen Fällen nicht besser oder schlechter, nur anders. Das gilt natürlich nicht für alle Konzepte.
  • Durch den offenen Mindset und die Flexibilität können Gründende viele Pandemie-Nachteile ausgleichen. Bereits etablierte Unternehmen tun sich mit der Umstellung oft schwer.
  • Mit der richtigen Haltung muss Covid keine Gründungsbremse sondern kann ein echter Booster sein.